Viele Menschen sind in solchen Momenten unsicher: Ist das „nur“ Angst – oder eine Panikattacke?
In diesem Beitrag erkläre ich dir die Unterschiede klar und alltagstauglich, gebe dir Soforthilfe für akute Momente und zeige, wann Unterstützung sinnvoll ist – auch hier bei mir in Berlin-Karow.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Angst baut sich häufig langsamer auf und hängt oft mit Sorgen, Themen oder Situationen zusammen.
- Panik kommt meist plötzlich, erreicht schnell einen Höhepunkt und fühlt sich körperlich extrem bedrohlich an.
- Beides ist belastend – und es gibt Wege, wieder mehr Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu gewinnen.
Unterschied Angst vs. Panik: einfach erklärt
Angst ist eine normale Stressreaktion unseres Nervensystems. Sie kann uns schützen und aufmerksam machen. Problematisch wird es meist dann, wenn Angst sehr häufig, sehr stark oder dauerhaft auftritt und den Alltag einschränkt.
Panikattacken sind intensive Angstanfälle, die oft sehr plötzlich auftreten. Viele Betroffene erleben starke Körperreaktionen (z. B. Herzrasen, Zittern, Schwindel, Atemnot) und sehr beängstigende Gedanken wie: „Ich verliere die Kontrolle“ oder „Ich sterbe“.
Merke: Das Gefühl ist real – und du bist damit nicht allein.
Angst
- oft schleichend oder situationsbezogen
- Intensität variabel, kann anhalten
- Gedanken: „Was, wenn…?“ / Sorgenketten
- Körper: Anspannung, Unruhe, Grübeln
Panikattacke
- meist plötzlich („wie aus dem Nichts“)
- sehr stark, schneller Höhepunkt
- Gedanken: „Ich sterbe / kippe um / Kontrollverlust“
- Körper: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern
Typische Symptome: warum es sich so bedrohlich anfühlen kann
Angst und Panik können sich sehr körperlich anfühlen. Häufige Symptome sind zum Beispiel:
- Herzklopfen / Herzrasen, Engegefühl in der Brust
- Atemnot, flacher Atem, Hyperventilationsgefühl
- Zittern, Schwitzen, Schwindel, Übelkeit
- Gefühl von Unwirklichkeit („wie neben sich stehen“)
- intensive Angst vor Kontrollverlust, Ohnmacht oder Sterben
Wichtig: Dieser Beitrag ersetzt keine Diagnostik. Wenn Symptome neu sind, sehr stark auftreten oder dich verunsichern, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
Wenn Atemnot dich besonders beschäftigt:
Glossar: Atemnot
Akute Soforthilfe in 5 Schritten
Diese Schritte sind keine Zauberformel – aber sie helfen vielen Menschen, den Moment zu strukturieren und dem Nervensystem ein Signal zu geben: „Ich bin im Alarm – und ich kann mich orientieren.“
- Orientieren (30 Sekunden):
Benenne 5 Dinge, die du siehst – 4 Dinge, die du spürst – 3 Geräusche – 2 Gerüche – 1 Geschmack. - Boden spüren:
Stell beide Füße fest auf den Boden. Spüre die Kontaktpunkte. - Ausatmen verlängern (sanft):
Atme ruhig ein – und etwas länger aus (z. B. 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus). Kein Zwang. - Benennen statt kämpfen:
„Das ist gerade Angst/Panik. Es fühlt sich bedrohlich an – und es geht vorbei.“ - Mini-Schritt wählen:
Ein Glas Wasser, ans Fenster, kurz rausgehen, jemandem schreiben – klein ist okay.
Soforthilfe als Checkliste?
Wann medizinisch abklären?
Bitte lass Beschwerden ärztlich abklären, wenn z. B.:
- Brustschmerzen/Enge, Ohnmacht, starke Atemnot neu oder sehr stark auftreten
- du relevante Vorerkrankungen hast oder Medikamente verändert wurden
- du unsicher bist, ob es „nur“ Angst ist
In akuten Notfällen wähle bitte den Notruf.
Unterstützung in Berlin-Karow
Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie (staatlich zugelassen nach HeilprG) und begleite Menschen in meiner Praxis in Berlin-Karow. Gemeinsam schauen wir:
- Was hält die Angst aufrecht?
- Was beruhigt kurzfristig – und was stabilisiert langfristig?
- Welche Schritte sind in deinem Tempo realistisch?
Weitere Infos:
Viele Menschen aus dem Berliner Norden (z. B. Karow, Buch, Blankenburg, Pankow) wünschen sich vor allem: wieder mehr Ruhe, Sicherheit und Handlungsfähigkeit — Schritt für Schritt, im eigenen Tempo. Genau dafür ist ein stabiler, vertrauensvoller Rahmen wichtig.
FAQ
Wie lange dauert eine Panikattacke?
Häufig erreicht sie schnell ihren Höhepunkt und flacht dann wieder ab. Das Erleben kann sich länger anfühlen, weil der Körper stark aktiviert ist.
Kann Angst wirklich körperliche Symptome machen?
Ja. Angst beeinflusst das autonome Nervensystem und kann sich z. B. als Herzrasen, Zittern, Übelkeit oder Schwindel zeigen.
Was ist „Angst vor der Angst“?
Das ist die Erwartungsangst, dass die nächste Attacke kommt. Diese Sorge kann den Kreislauf aus Anspannung und Angst verstärken.
Was kann ich tun, wenn ich Angst vor Kontrollverlust habe?
Orientierung, Bodenkontakt, sanft verlängertes Ausatmen und ein kleiner nächster Schritt helfen vielen, den Alarm zu regulieren.
Wie starte ich am besten?
Ein unverbindliches Erstgespräch hilft, dein Anliegen einzuordnen und passende nächste Schritte zu klären.
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik/Behandlung. Bei akuten Notfällen wähle bitte den Notruf.
Quellen:
– Weltgesunfheitsorganisation:
https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/anxiety-disorders
https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/mental-disorders
https://www.who.int/health-topics/mental-health
– AWMF Leitlinienregister:
https://register.awmf.org/assets/guidelines/051-028l_S3_Behandlung-von-Angststoerungen_2021-06.pdf
https://register.awmf.org/assets/guidelines/051-028l_S3_Angstst%C3%B6rungen_2014-05_1.pdf
https://register.awmf.org/assets/guidelines/051-028p_S3_Behandlung-von-Angststoerungen_2022-07.pdf
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-028.html
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-028k_S3_Angstst%C3%B6rungen_2014-05_1.pdf

Heilpraktikerin für Psychotherapie


